03.08.2020

Sehr schöner Bericht im SWR

Bericht im Trierischen Volksfreund

Abschluss der ausgefallenen Fairplay-Tour 2020 mit Ultra-Radfahrer Helmut Wolf Foto: Holger Teusch

Trier/Föhren Die Fairplay-Tour rollte erstmals seit 21 Jahren wegen der Corona-Pandemie nicht durch die Großregion. Statt der ausgefallenen Benefiz-Radtour gab viele Benefizaktionen. Am vergangenen Wochenende fuhr Ultra-Radfahrer Helmut Wolf die 730 Kilometer lange Originalstrecke

Von Holger Teusch

„Ich möchte jetzt kein Fahrrad mehr fahren“, sagt Helmut Wolf. Wer kann es dem Extremsportler verdenken, dass er am Sonntagnachmittag nach mehr als 30 Stunden im Rennradsattel vor der Porta Nigra nur noch Schatten sucht. Alles tut weh nach rund 750 Kilometern über die für acht Tagesetappen geplante Strecke der ausgefallenen Fairplay-Tour: Beine, Arme, Hände. „Aber das muss so sein, wenn man so lange im Sattel sitzt“, sagt Wolf.

Der sechsjährige Felix aus Kordel, der infolge einer Blutvergiftung beide Beine verloren hat, begleitete am Samstagmorgen auf seinem neuen, ebenfalls mit Spenden mitfinanzierten Handbikes Wolf auf den ersten Metern seiner Mammuttour. Nach einem Abstecher nach Birkenfeld ging es für Wolf in die Eifel. „Von Daun bis Bleialf habe ich mit Übelkeit, Magenkrämpfen und Krämpfen in den Beinen gekämpft“, erzählte Wolf, dass es ihm schon nach einem Viertel der Gesamtdistanz schlecht ging. „Ich hatte Wadenkämpfe wie ich sie noch nie gehabt habe.“ Aufgeben und ins Begleitfahrzeug zu steigen war aber nie eine Option, betont er: „Wenn ich sage, ich fahr los, dann komme ich auch an.“EXTRAEinige Aktionen der ausgefallenen Fairplay-Tour

Nachdem Kaspar Portz‘ Zitronenkrämerlauf und andere Aktionen in Bekond in der Vor-Corona-Zeit bereits 5000 Euro an Spendengeldern einbrachten, kamen während der Corona-Zeit 10 000 Euro zugunsten eines Schulbauprojekts der Deutschen Welthungerhilfe in Burundi, 17 000 Euro für einen Schulbau im rheinland-pfälzischen Partnerland Ruanda und 6000 Euro für ein Spezial-Dreirads für den beinamputierten Felix Stein aus Kordel zusammen.

Einige Beispiele: Online-Sportartikel-Schnäppchenmarkt von Herbert Ehlen, Reibekuchenbacken, Mundschutznähen, Flammkuchenverkauf, Kuchenbuffet, Pizzaverkauf in Basberg, Brüder Jan und Luca Heck aus Gönnersdorf sammeln Radfahr-Kilometer für Burundi, 24-Stunden-Mountainbike-Event in Wiesbaum, Lukas Ittenbach aus Pluwig fährt Strecke der ausgefallenen Fairplay-Tour in vier Tagen, Saar-Mosel-Sauer-Marathon von Karl-Josef Roth aus Konz, Vet-Concept Fairplay-Tour Corona-Challenge, Helmut Wolf fährt Strecke der ausgefallenen Fairplay-Tour nonstop

Wolfs Einstellung passt damit gut zur in diesem Jahr ausgefallenen Fairplay-Tour. Dabei fuhren rund 300 Kinder und Jugendlichen mit ihren Betreuern in den vergangenen zwei Jahrzehnten in der letzten Schulwoche vor den Sommerferien rund 100 Kilometer täglich. In einer so großen Gruppe, in der es nicht nur auf die individuelle Leistung, sondern auf das miteinander, auf Solidarität, Toleranz und gegenseitige Hilfe ankommt, ebenfalls kein Zuckerschlecken. „Kinder sollen stark gemacht werden, damit sie niemals aufgeben, aber trotzdem immer locker bleiben“, erklärt Fairplay-Tour-Mitbegründer Herbert Ehlen. Der ehemalige Lehrer an der Jünkerather Graf-Salentin-Schule glaubt an die positiven Wirkungen, die das Meistern solcher Herausforderungen auf den Charakter der jungen Menschen hat.

Abschluss der ausgefallenen Fairplay-Tour 2020 mit Ultra-Radfahrer Helmut Wolf Foto: Holger Teusch

Aufgegeben haben auch die Fairplay-Tour-Teilnehmer nach der Absage der diesjährigen Tour wegen den der Corona-Pandemie nicht. „Das war erst einmal ein Schock. Aber wir haben gesagt, das Jahr kann man nicht so einfach vorübergehen lassen und einen Ideenwettbewerb ins Leben gerufen“, erzählt Ehlen. Denn die Fairplay-Tour soll nicht nur Schüler hierzulande stark machen, es sollen auch Spenden für Kinder und Jugendliche in Ruanda und Burundi gesammelt werden. Schulbauprojekte in den beiden afrikanischen Ländern drohten stillzustehen.

Mit vielen kleinen, dezentralen Aktionen, vom Kuchen- und Pizzabacken bis zum privaten Saar-Mosel-Sauer-Marathon, wurde Geld gesammelt (siehe Extra). „Ein Highlight war die Vet-Concept Fairplay Corona-Challenge. Ganz viele Leute sind so am Radfahren dran geblieben“, sagt Ehlen. Und weil der Titelsponsor zehn Cent pro gefahrenen Kilometer zusicherte, kamen 10 000 Euro zusammen. „Ich finde, das sollte man auch für die kommenden Jahre beibehalten“, kann sich Ehlen vorstellen, dass das Kilometer-Sammeln in Zukunft gut ins Vorbereitungskonzept der Fairplay-Tour passt.

Abschluss ausgefallene Fairplay-Tour mit Ultra-Radfahrer Helmut Wolf Foto: Holger Teusch

Das Beste aus einer Situation machen, war ja auch für Helmut Wolf das Motto. Denn eigentlich wollte er sich in diesem Jahr beim Ultraradrennen quer durch Deutschland fürs berühmte Race across America qualifizieren. Als das ausfiel und ihm ein Freund aus Gönnersdorf (Vulkaneifelkreis) auf die Fairplay-Tour aufmerksam machte, reifte schnell die Idee, diese 730 Kilometer mit ihren knapp 8000 Höhenmetern zu bewältigen. Übrigens mit einem Stundenmittel von 26 km/h.

Wunderbare NEWS BEZÜGLICH FELIX

 

02.06.2020

Mein Herzensprojekt, die Unterstützung von „Felix dem Tapferen“.

Am Wochenende habe ich und Mitglieder vom Hape Factory Racing Team, sowie geladene Gäste, die Heckboys bei ihrem Benefizprojekt für Burundi unterstützt. Die Jungs sind im Zweierteam 24 Stunden mit dem Mountainbike gefahren. Eine Spitzenleistung der beiden! Ich bin mit dem Mountainbike 24 h solo gefahren.

Am Samstagnachmittag ist dann auch Felix mit seinem Vater zu Besuch gekommen. Felix hat durch seine lebensfrohe Art in null Komma nichts die Herzen der anwesenden Fahrer und Betreuer erobert. Wir konnten den beiden hier schon eine tolle Nachricht überbringen. Dank eurer Spendenbereitschaft ist bereits jetzt so viel Geld zusammengekommen, daß wir das Rad bestellen können. Das ist wunderbar. Tausend Dank allen Spendern!!!

Danke für die tolle Organisation an Christian und Uschi Heck, Herbert Ehlen, Mama Marlies (die Kuchen waren so lecker) und Papa Manfred Heck und Martina Wolf.

Vielen Dank allen Teilnehmern für ihre Unterstützung der beiden Jungs.

Stefan Assenmacher, Christian Dorn, Guido und Frederik Hoffmann Lukas und Michael Ittenbach, Ralf Kaltz, Tommy Ley, Frank Reiferscheid, Willi Schmitz, Gerry und Steffi Steinberger, Sebastian Trimborn.

Update zur „ausgefallenen Fairplay Tour“ und News bezüglich Felix

24.05.2020

Mein Herzensprojekt, die Unterstützung von „Felix dem Tapferen“.

Wie schon gesagt, mussten Felix Stein beide Beine wegen einer Sepsis amputiert werden.  Die Familie hat alles versucht, um für den Jungen ein Handbike zu kaufen. Aber so ein spezielles Bike ist leider verdammt teuer und es gibt auch nur ein paar spezielle Hersteller. Der Hersteller Berkel Bike aus Holland ist so einer.

Das erste Angebot dieser Firma belief sich auf ca. 12.500 €.

Eine Summe die von den Eltern in keiner Weise zu stemmen wäre. ☹

So sind im Rahmen eines Spinning Events für die Fairplay Tour im Dezember 2019 schon 3.000 € an Spendengelder für Felix zusammengekommen. Danke an alle die gespendet haben. Jedoch hat das Geld leider nicht gereicht. Aber aufgeben ist keine Option.

Die Eltern haben nochmals mit der Krankenkasse und Berkel Bike verhandelt.

Und es passieren doch noch tolle Dinge:

  1. Die Krankenkasse stellt 4.500 € zur Verfügung.
  2. Der Hersteller hat sein Angebot angepasst und seinen Preis reduziert. Die Kosten belaufen sich nun auf 10.561 €.

Nun sieht die Rechnung wie folgt aus:

Kosten für das Bike = 10.561 €, minus 4.500 € der Krankenkasse, minus 3.000 € Spenden vom Spinning, bleiben noch 3.061 € offen.

Hier kommt ihr alle nun ins Spiel.

Ich werde die „ausgefallene Fairplay Tour“ solo und nonstop am 1. August 2020 für die Projekte in Ruanda und Felix fahren und bitte euch fleißig zu spenden.

Hier sind die Kontodaten:

Kontoinhaber:
HERBERT EHLEN, FAIRPLAY-TOUR
IBAN:  DE46 3706 9720 1009 6890 16
Verwendungszweck: „Ein Handbike für Felix“ oder „Ruanda“

Ich werde mich persönlich um den Stand der Spenden kümmern und euch hier weiter informieren.

  1. Die Firma Berkel Bikes hat Felix schon eingeladen um mit einem Handbike einmal Probe fahren zu können. Das seht ihr in dem angehängten Film. ?
 
 
Alle weiteren Schritte die kommen werden, werde ich dann hier wieder mitteilen.

Links:

Jessica Saintjevint – Felix Mutter

Noch ein Bericht von der Hompage der Fairplay Tour.

Jan und Luca Heck aus Gönnersdorf verbinden ihre Leidenschaft zum Radsport mit einer Spendenaktion für Mutara. Im Mai wollen sie viele Kilometer sammeln, die sie von Sponsoren zu Spendengeldern vergolden lassen. Zu Beginn ihrer Aktion statteten sie der Welthungerhilfe in Bad Godesberg einen Besuch ab. Obwohl der 1. Mai ein Feiertag war, ließ es sich HAWA nicht nehmen, die beiden Jungs zu empfangen. Tags drauf waren sie schon wieder unterwegs, diesmal an der Mosel zu der Aufnahme eines Podcastes mit Renate Wanninger vom SR. Renate begleitet zusammen mit ihrem Mann Kalle vom Gymnasium in Kusel schon seit Jahren die Fair Play Tour. Zu Jan und Luca gesellten sich noch Lukas Ittenbach aus Trier, der neben seinem Abitur auch viele Trainingskilometer abspult, die er sich auch von Sponsoren in Spenden-Euros umtauschen lässt. Seine Aktion endet am 4. Juli, an dem Tag, an dem die geplante Fairplay Tour 2020 in Trier ankommen sollte.

Jan und Luca wollen in einem furiosen Finale Pfingstsamstag bis Pfingstsonntag über 24 Stunden mit einer Mountainbike-Trainingssession am HIGIS in Wiesbaum noch mal einen Höhepunkt setzen.

Schon die vierte Aktion innerhalb eines Monats führten die Basberger durch. Nach Maskennähen, Reibekuchenbacken, Flammkuchenverkauf boten sie am vergangenen Sonntag Kuchen to go für die Dorfgemeinschaft an. Dadurch kamen 380 Euro zusammen. Herzlichen Dank an „Basberg aktiv“ !

Auch Anna Lena von der Gesamtschule Eifel hat sich etwas einfallen lassen. Sie hat im Laden ihrer Oma eine Spendenbüchse aufgestellt, die sich auch allmählich füllt.

Ein weiteres Highlight stellt die „ausgefallene“ Tour von Ultracyclist Helmut Wolf dar. Er fährt die Fairplay Tour 2020 am 1. August alleine und ohne Pause an einem Stück. Er plant die über 700 KM lange Strecke in ca. 28 Stunden zu absolvieren. An möglichst vielen Etappenorten sollen dann bei kurzen Stopps Spendengelder überreicht werden. Ein Großteil dieser Spendengelder gehen an das Tourprojekt in Ruanda, die  Nyamata Small Angels School im Distrikt Bugesera. Weiterhin möchte Helmut noch Gelder sammeln für eine Herzenzangelegenheit von ihm, für den sechsjährigen Felix, der nach einer beidbeinigen Amputation über ein Handbike wieder am normalen Leben teilnehmen möchte.

Der vorläufige Zeitplan der „ausgefallenen Fairplay Tour“:

8:00 Uhr Start in Föhren

10:15 Uhr Birkenfeld

14:04 Uhr Daun

15:20 Uhr Dollendorf

16.oo Uhr Jünkerath

17:24 Uhr Bütgenbach

18:30 Uhr St. Vith

20:10 Uhr Bleialf

20:45 Uhr Neuerburg

23:45 Uhr Konz

02:20 Uhr Saarlouis

03:18 Uhr Saarbrücken

04:50 Uhr Grossblittersdorf

05:25 Uhr Neunkirchen

09:10 Uhr Perl

09:16 Uhr Schengen

10:19 Uhr Thionville

12:05 Uhr Bertrange

14:40 Uhr Trier

Ich freue mich